646 Forschungsprojekte insgesamt

Aktuelles

Neue Publikation zur (Im)Mobilisierung und (Im)Mobilität von Schutzsuchenden

, Bonn / Osnabrück

SoR 04: Auf der Flucht – (Im)Mobilisierung und (Im)Mobilität von Schutzsuchenden

Fluchtmobilität wird häufig als in eine Richtung gehend und zielgerichtet beschrieben. In seinem State-of-Research (SoR) Papier des Verbundprojekts „Flucht: Forschung und Transfer“ mit dem Titel „Auf der Flucht – (Im)Mobilisierung und (Im)Mobilität von Schutzsuchenden“ hat Dr. Benjamin Etzold, BICC, Forschungserkenntnisse aus vielen Regionen der Welt ausgewertet, die dem entgegenhalten, dass Flucht und Vertreibung keineswegs lineare Prozesse sind.

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Abschlussbericht – Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland: Eine Bestandsaufnahme

Die politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um die vermehrte Ankunft von Schutzsuchenden in Deutschland und Europa führten insbesondere seit etwa 2012/13 zu einer neuen Aktualität der Forschung über Flucht und Flüchtlinge. Der erhebliche Anstieg der Anzahl der Projekte, die Verankerung der Flucht- und Flüchtlingsforschung in der wissenschaftlichen Arbeit vieler Forschungseinrichtungen, das Anwachsen der Zahl der beteiligten ForscherInnen und insbesondere des wissenschaftlichen Nachwuchses, aber auch das deutlich gewachsene Interesse von Drittmittelgebern sind Indikatoren eines sich formierenden Forschungsfeldes.

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Wie die Rückkehr gelingen kann

Freiwillige Ausreisen,

Was kann Deutschland tun, um rückkehrwillige Geflüchtete beim Neustart in ihrem Herkunftsland zu unterstützen?

Die Politikwissenschaftlerin Elke Grawert vom BICC hat die internationale Forschung dazu ausgewertet und fasst die wichtigsten Erkenntnisse in einem Gastbeitrag für den MEDIENDIENST Integration zusammen.

Gefördert durch:
BMBF

Flucht: Forschung und Transfer.

Flüchtlingsforschung in der Bundesrepublik Deutschland

Seit dem Beginn des Anstiegs der Zahl der Asylsuchenden in der Bundesrepublik 2011 ist die Nachfrage nach wissenschaftlicher Expertise in Politik, Administration, Praxis, Medien und Öffentlichkeit kontinuierlich gestiegen. In diesem Kontext ist die fehlende Vernetzung und Bündelung der Forschung zu Fragen von Gewaltmigration, Flüchtlingspolitik und (Re-)Integration von Flüchtlingen ebenso sichtbar geworden wie der geringe Grad an Aufbereitung wissenschaftlicher Herangehensweisen und Einsichten sowie der mangelnde Transfer der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in die politischen und öffentlichen Debatten.

Projekt des Tages

Hier werden täglich wechselnd, zufällig aus der Datenbank ausgewählte Projekte vorgestellt:

Gekommen, um zu bleiben! Wohnstandortentscheidungen anerkannter Flüchtlinge im ländlichen Raum Niederbayerns – eine retrospektive Analyse

  • Universität Erlangen-Nürnberg › Institut für Geographie Leitung
  • Technische Universität Chemnitz › Institut für Europäische Studien Kooperationspartner
  • Johann Heinrich von Thünen-Institut › Institut für ländliche Räume Kooperationspartner

Das Projekt thematisiert die Wohnstandortentscheidung anerkannter Flüchtlingen, die staatlich organisierte Wohnformen (Gemeinschaftsunterkünfte, dezentrale Unterkünfte) i.d.R. verlassen müssen. Am Beispiel der Landkreise Regen und Freyung-Grafenau (Bayern) werden anerkannte Flüchtlinge retrospektiv darüber befragt, warum sie nach der Anerkennung im ländlichen Raum wohnen geblieben sind bzw. welche individuellen und welche strukturellen Faktoren zu dieser Entscheidung beigetragen haben (z.B. individuelle Wohnstandortpräferenzen, Netzwerke zur ethnischen Community, Strukturen des lokalen Arbeits- und Wohnungsmarktes, rechtliche Aspekte).

Methodisch setzt das Projekt zum einen auf leitfadengestützte Experteninterviews mit lokalen Akteuren aus Politik, Ehrenamt und Sozialem zur Einordnung des Phänomens. Um insbesondere aber die Perspektive der Flüchtlinge zu berücksichtigen, werden darüber hinaus standardisierte Befragungen und Karten zur räumlichen Mobilität, individuell bedeutsamen Orten im Alltag und Wohnstandortpräferenzen (Mental Maps und Dream Maps) mit anerkannten Flüchtlingen angefertigt.