Aktuelles

Wissenschaft trifft Politik: Erfahrungsaustausch über dauerhafte globale Fluchtbewegungen

Bei einem parlamentarischen Abend in Berlin diskutierten Mitarbeiter von IMIS und BICC mit Bundestagsabgeordneten und geladenen Gästen zentrale Herausforderungen der Flüchtlingspolitik.

Bürgerbeteiligung, Mediation und Netzwerkbildung – Praxisnahe Konfliktbewältigung bei der Unterbringung von Flüchtlingen

Die Strategien der Konfliktbewältigung bei der Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten in deutschen Kommunen standen im Mittelpunkt eines Workshops mit Akteurinnen und Akteuren aus Praxis und Wissenschaft am 17. Februar in Bonn. Der Erfahrungsaustausch zeigt: Politik wie Wissenschaft können vom lokalen Wissen der Praktiker in Städten und Gemeinden lernen.
19. Januar 2017

Bei der Anhörung des Bundestagsausschusses für Bildung und Forschung am 18.01.17 stellten BICC und IMIS neue Daten zur Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland vor und regten eine dezentrale Forschungsförderung an.
Gefördert durch:
BMBF

Flucht: Forschung und Transfer.

Flüchtlingsforschung in der Bundesrepublik Deutschland

Seit dem Beginn des Anstiegs der Zahl der Asylsuchenden in der Bundesrepublik 2011 ist die Nachfrage nach wissenschaftlicher Expertise in Politik, Administration, Praxis, Medien und Öffentlichkeit kontinuierlich gestiegen. In diesem Kontext ist die fehlende Vernetzung und Bündelung der Forschung zu Fragen von Gewaltmigration, Flüchtlingspolitik und (Re-)Integration von Flüchtlingen ebenso sichtbar geworden wie der geringe Grad an Aufbereitung wissenschaftlicher Herangehensweisen und Einsichten sowie der mangelnde Transfer der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in die politischen und öffentlichen Debatten. mehr

Projekt des Tages

Hier werden täglich wechselnd, zufällig aus der Datenbank ausgewählte Projekte vorgestellt:

Bevölkerungsumfragen zur Flüchtlingsaufnahme

  • Sozialwissenschaftliches Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (SI-EKD) (SI-EKD) Leitung

Das SI-EKD ist der Stimmungslage in der Bevölkerung zur Flüchtlingssituation in Deutschland zwischen November 2015 und August 2016 in vier repräsentativen telefonischen Befragungswellen nachgegangen. Im November 2015 und im Mai 2016 fanden Interviews mit jeweils etwas mehr als 2.000 Personen statt. Im Februar und August 2016 wurden Kurzbefragungen mit jeweils 1.000 Personen durchgeführt, um Veränderungen über die Zeit beobachten zu können. Aus aktuellem Anlass – die islamistischen Terroranschläge im Juli 2016 in Bayern – wurde im August 2016 das Thema „Angst vor Terroranschlägen“ ergänzt.

Im Zentrum der Befragungen stehen die konkreten Sorgen und auch die positiven Erwartungen, die mit der Aufnahmeder Flüchtlinge verbunden werden. Die Befragungen zielen darauf herauszufinden, welche Bedeutung solche Perspektiven für die Stimmungslage in Deutschland haben. Darüber hinaus geht es aber auch um die konkreten Erfahrungen im direkten Kontakt zu geflüchteten Menschen und das Engagement der Bevölkerung in diesem Bereich. Darüber hinaus stehen schließlich die Erwartungen an die evangelische Kirche im Fokus, die sich klar für die Aufnahme von Flüchtlingen positioniert hat.

Anfang Mai 2017 wird die fünfte Befragungswelle (2.000 Interviews) mit dem ergänzendem Sonderthema „Duldung/Abschiebung und Zuzugsbegrenzung von Geflüchteten“ durchgeführt. Die vorerst letzte Befragungswelle ist für September 2017 geplant.