Die Evaluationsstudie zur Situation zu unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten in Brandenburg baut auf den Erkenntnissen einer explorativen Vorstudie auf und fokussiert auf die subjektive Sicht der Jugendlichen. Aus drei Forschungsperspektiven werden die Herausforderungen und Probleme der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ermittelt, um gezielte Empfehlungen für Politik, Einrichtungen und Fachkräfte zu geben. Zudem soll ein Beitrag geleistet werden, dass wissenschaftlich wenig erforschte Themenfeld zu bearbeiten. Die Subjektperspektive stellt die alltägliche Lebensführung der Jugendlichen in den Mittelpunkt des Interesses und fragt nach ihrer lebensweltlichen Situation, den damit einhergehenden Bedarfen und Interessenlagen. Mithilfe partizipativer Forschungsmethoden soll nicht nur über, sondern mit den Jugendlichen geforscht werden. Aus der Einrichtungsperspektive wird evaluiert, wie Probleme und Herausforderungen (z.B. unsicherer Aufenthaltsstatus und/oder traumatische Erfahrungen der Jugendlichen, vorurteilsgeleitetes und feindliches Klima in der Nachbarschaft usw.) in den Einrichtungen bearbeitet werden. Die Strukturperspektive nimmt die sozialräumliche Einbettung in den Blick und fragt nach den Faktoren, die zur gelingenden Integration der Minderjährigen in die Gesellschaft beitragen.
Nachfolgeprojekt gestartet
Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer
Forced Migration and Refugee Studies: Networking and Knowledge Transfer
Auf „Flucht: Forschung und Transfer“ folgt das Verbundvorhaben „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer (FFVT)“.
Das ebenfalls vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Nachfolgeprojekt hat Anfang dieses Jahres begonnen. Besuchen Sie die neue FFVT-Projekt-Webseite https://ffvt.net
Die Projektdatenbank und die interaktive Karte zur Forschungslandschaft der Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland werden im Rahmen des FFVT-Projekts fortgeführt. Aktuelle Informationen sind ausschließlich über die neue FFVT-Website abrufbar.
Flucht: Forschung und Transfer.
Flüchtlingsforschung in der Bundesrepublik Deutschland
Seit dem Beginn des Anstiegs der Zahl der Asylsuchenden in der Bundesrepublik 2011 ist die Nachfrage nach wissenschaftlicher Expertise in Politik, Administration, Praxis, Medien und Öffentlichkeit kontinuierlich gestiegen. In diesem Kontext ist die fehlende Vernetzung und Bündelung der Forschung zu Fragen von Gewaltmigration, Flüchtlingspolitik und (Re-)Integration von Flüchtlingen ebenso sichtbar geworden wie der geringe Grad an Aufbereitung wissenschaftlicher Herangehensweisen und Einsichten sowie der mangelnde Transfer der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in die politischen und öffentlichen Debatten.
Projekt des Tages
Hier werden täglich wechselnd, zufällig aus der Datenbank ausgewählte Projekte vorgestellt:
Unbegleitete minderjährige Geflüchtete in Brandenburg. Evaluation der Unterbringungssituation unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter in Brandenburg mit Schwerpunkt auf die subjektive Sicht der Jugendlichen
- Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften (FB1) – Fachhochschule Potsdam Leitung