Aktuelles

Bürgerbeteiligung, Mediation und Netzwerkbildung – Praxisnahe Konfliktbewältigung bei der Unterbringung von Flüchtlingen

Policy Workshop mit kommunalen Vertretern aus Nordrhein-Westfalen, , Bonn

Die Strategien der Konfliktbewältigung bei der Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten in deutschen Kommunen standen im Mittelpunkt eines Workshops mit Akteurinnen und Akteuren aus Praxis und Wissenschaft am 17. Februar in Bonn. Der Erfahrungsaustausch zeigt: Politik wie Wissenschaft können vom lokalen Wissen der Praktiker in Städten und Gemeinden lernen.

Gefördert durch:
BMBF

Flucht: Forschung und Transfer.

Flüchtlingsforschung in der Bundesrepublik Deutschland

Seit dem Beginn des Anstiegs der Zahl der Asylsuchenden in der Bundesrepublik 2011 ist die Nachfrage nach wissenschaftlicher Expertise in Politik, Administration, Praxis, Medien und Öffentlichkeit kontinuierlich gestiegen. In diesem Kontext ist die fehlende Vernetzung und Bündelung der Forschung zu Fragen von Gewaltmigration, Flüchtlingspolitik und (Re-)Integration von Flüchtlingen ebenso sichtbar geworden wie der geringe Grad an Aufbereitung wissenschaftlicher Herangehensweisen und Einsichten sowie der mangelnde Transfer der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in die politischen und öffentlichen Debatten.

Projekt des Tages

Hier werden täglich wechselnd, zufällig aus der Datenbank ausgewählte Projekte vorgestellt:

Zwangsmigration und Holocaust. Jüdische Flüchtlinge in Westeuropa 1938-1944

  • Universität Oldenburg, Institut für Geschichte Leitung

Kurzbeschreibung: Ziel des Vorhabens ist eine länderübergreifende Untersuchung des Fluchtverhaltens von Juden in Reaktion auf die sogenannte "Endlösung der Judenfrage". Im Mittelpunkt stehen individuelle Überlebensstrategien angesichts der antijüdischen Verfolgungsmaßnahmen des NS-Regimes, der restriktiven Flüchtlingspolitik der westeuropäischen Aufnahmeländer und der Deportationen in die Vernichtungslager. Dazu sollen drei historische Felder exemplarisch erforscht werden: das Ausmaß der Fluchten von Juden aus Deutschland und Österreich nach Westeuropa (mit Schwerpunkt Belgien) im Zeitraum nach dem "Anschluss" Österreichs und dem Novemberpogrom 1938; die Fluchtbewegungen innerhalb der drei von Deutschland besetzten westeuropäischen Länder (aus den Niederlanden und Belgien nach Frankreich) seit Beginn des Auswanderungsverbots für Juden 1941 und während der Zeit der Massendeportationen nach Auschwitz 1942 bis 1944; der Anteil der jüdischen Flüchtlinge an der Gesamtzahl der Deportationsopfer aus Westeuropa (Belgien und Frankreich).