Aktuelles

PM: Neue Studie zur Flucht- und Flüchtlingsforschung warnt vor thematischer Verengung und kurzen Projektlaufzeiten

, Bonn / Osnabrück

Die Anzahl neuer Forschungsprojekte, die Flucht, Flüchtlingspolitik und die Aufnahme Geflüchteter untersuchen, hat sich zwischen 2013 und 2016 verfünffacht. Ein aktueller Forschungsbericht des vom Bundesforschungsministerium geförderten Verbundprojekts „Flucht: Forschung und Transfer“ des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück und des Bonner Friedens- und Konfliktforschungsinstituts BICC belegt, dass die deutsche Flucht- und Flüchtlingsforschung im internationalen Vergleich zwar Fortschritte gemacht hat. Gleichzeitig sehen die Forscher aber eine inhaltliche Verengung des Untersuchungsgegenstands auf nationale Belange.

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Perspektiven der Flucht- und Flüchtlingsforschung auf das Flüchtlingsregime und die Verantwortungsteilung in der Flüchtlingspolitik

Arbeitstagung zum Thema „Das Flüchtlingsregime und internationale Verantwortungsteilung in der Flüchtlingspolitik“, , Osnabrück

Am 1. Februar 2018 trafen sich im Rahmen eines eintägigen Workshops Wissenschaftler*innen und Expert*innen in Osnabrück, die sich in ihrer Arbeit mit Fragen der Verantwortungsteilung in der Flüchtlingspolitik auseinandersetzen. Grundlage der Diskussion war der von Dr. Marcus Engler verfasste Entwurf des State-of-Research Papiers „Das Flüchtlingsregime und internationale Verantwortungsteilung in der Flüchtlingspolitik“.

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Podcast zur Diskussionsrunde: Berichterstattung über Flucht: Journalismus zwischen Willkommenskultur und Krise?

, Kleine Aula, LMU München (Geschwister-Scholl-Platz 1, A120)

Die Frage, wo die Medien in der Berichterstattung über Flucht aktuell stehen und welchen Einfluss der „Lange Sommer der Migration 2015“ auf den Journalismus hatte, wurde abschließend in einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung mit Prof. Friederike Herrmann (KU Ingolstadt-Eichstätt), Caterina Lobenstein (Die ZEIT), Fatema Mian (Neue deutsche Medienmacher) und Henriette Löwisch (Deutsche Journalistenschule) erörtert. (mehr …)

Gefördert durch:
BMBF

Flucht: Forschung und Transfer.

Flüchtlingsforschung in der Bundesrepublik Deutschland

Seit dem Beginn des Anstiegs der Zahl der Asylsuchenden in der Bundesrepublik 2011 ist die Nachfrage nach wissenschaftlicher Expertise in Politik, Administration, Praxis, Medien und Öffentlichkeit kontinuierlich gestiegen. In diesem Kontext ist die fehlende Vernetzung und Bündelung der Forschung zu Fragen von Gewaltmigration, Flüchtlingspolitik und (Re-)Integration von Flüchtlingen ebenso sichtbar geworden wie der geringe Grad an Aufbereitung wissenschaftlicher Herangehensweisen und Einsichten sowie der mangelnde Transfer der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in die politischen und öffentlichen Debatten.

Projekt des Tages

Hier werden täglich wechselnd, zufällig aus der Datenbank ausgewählte Projekte vorgestellt:

Evaluation of the Common European Asylum System under Pressure and Recommendations for further development (CEASEVAL)

  • TU Chemnitz, JP Humangeographie Ostmitteleuropas Leitung
  • 13 wissenschaftliche und politikberatende Institutionen aus 11 EU-Ländern und der Türkei Kooperationspartner

Das Projekt CEASEVAL nimmt eine umfassende Evaluierung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems vor. Im Fokus stehen die Regulierungsmuster und die konkreten Praktiken in der Aufnahme von Asylsuchenden und der Behandlung ihrer Asylgesuche. Dabei verfolgt das Projekt mehrere Ziele: Zum einen wird ein neuer theoretischer Rahmen für den Prozess der „multilevel governance” des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems entwickelt und empirisch getestet; zweitens wird eine kritische Evaluierung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems vorgenommen und dabei Diskrepanzen zwischen EU Standards der Flüchtlingsaufnahme und nationalen Gesetzgebungen und ihrer Implementierung identifiziert und analysiert. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung von Handlungsalternativen hinsichtlich konkreter Probleme des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems, so dass abschließend eine valide Einschätzung vorgenommen werden kann, welcher Grad von Harmonisierung (hinsichtlich Gesetzgebung und Implementierung) und Solidarität möglich und notwendig ist.