Aktuelles

Berichterstattung über Flucht: Journalismus zwischen Willkommenskultur und Krise?

Diskussionsveranstaltung, , 16:30 Uhr, Kleine Aula, LMU München (Geschwister-Scholl-Platz 1, A120)

Die Ankunft von über einer Million Asylsuchender in Deutschland stellt seit 2015 nicht nur die Gesellschaft vor große Aufgaben, sondern auch den Journalismus. Die Berichterstattung ist sowohl mit einem komplexen Thema konfrontiert wie auch mit ethischen Herausforderungen. Eine kontroverse Debatte ist entbrannt, ob die Medien ihrer gesellschaftlichen Rolle gerecht werden. Haben die Ereignisse von 2015 den Journalismus in Deutschland verändert oder ist Flucht doch nur ein Thema von vielen? Wie können und sollten Medien nach dem Abklingen der vermeintlichen Krisenzeit über Flucht und Flüchtlinge berichten? Welche Lehren lassen sich aus dem medialen Umgang mit Flucht für zukünftige journalistische Arbeit ziehen?

Arbeitsmarkt, Hochschulbildung, Zivilgesellschaft und Flucht – Integration und Zugänge von Geflüchteten

Transfer-Workshops mit kommunalen Vertretern aus deutschen Städten, , Berlin

Die Herausforderungen beim Zugang zum Arbeitsmarkt und der Hochschulbildung von Geflüchteten sowie Fragen des ehrenamtlichen Engagements mit und für Geflüchtete standen im Mittelpunkt der drei Workshops mit Vertreter*innen aus der Praxis und Wissenschaft am 10. November in Berlin. Der Erfahrungsaustausch im Rahmen des Verbundprojekts ‚Flucht: Forschung und Transfer‘ zeigt klare Synergieeffekte auf und bedarf einer Fortsetzung eines intensiven Dialogs zwischen den Akteur*innen aus der Wissenschaft und Praxis.

Perspektiven der Flucht und Flüchtlingsforschung zu den Forschungsfeldern Arbeitsmarktintegration, Hochschulbildung sowie Zivilgesellschaft

Arbeitstagung zu „Arbeitsmarkt – Hochschulbildung – Zivilgesellschaft: Integration in wissenschaftlicher Perspektive“, , Berlin

Am 09. November 2017 setzten sich Wissenschaftler*innen im Rahmen eines eintägigen Workshops mit den Themen Arbeitsmarkt, Hochschulbildung und Zivilgesellschaft im Kontext von Flucht auseinander.

Die eingeladenen und zu den Themenbereichen forschenden Wissenschaftler*innen diskutierten während der Arbeitstagung State-of-Research Papiere zu „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten“, „Flucht und Bildung: Hochschulen“ und „Ehrenamtliches Engagement für Geflüchtete in Deutschland“ aus ihren unterschiedlichen disziplinären Perspektiven.

Gefördert durch:
BMBF

Flucht: Forschung und Transfer.

Flüchtlingsforschung in der Bundesrepublik Deutschland

Seit dem Beginn des Anstiegs der Zahl der Asylsuchenden in der Bundesrepublik 2011 ist die Nachfrage nach wissenschaftlicher Expertise in Politik, Administration, Praxis, Medien und Öffentlichkeit kontinuierlich gestiegen. In diesem Kontext ist die fehlende Vernetzung und Bündelung der Forschung zu Fragen von Gewaltmigration, Flüchtlingspolitik und (Re-)Integration von Flüchtlingen ebenso sichtbar geworden wie der geringe Grad an Aufbereitung wissenschaftlicher Herangehensweisen und Einsichten sowie der mangelnde Transfer der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in die politischen und öffentlichen Debatten.

Projekt des Tages

Hier werden täglich wechselnd, zufällig aus der Datenbank ausgewählte Projekte vorgestellt:

Stuck in Movement: Refugees’ Experiences of Protracted Precariousness Across Turin and Berlin

  • Humboldt-Universität zu Berlin › Berlin Graduate School of Social Sciences (HU Berlin) Kooperationspartner

The purpose of this thesis is to advance the understanding of refugees’ everyday life conditions within the European Union today. While in the years of the cold war the “refugee” was rather seen as a “hero”, nowadays (s)he is represented as a “victim” (Marchetti, 2014b): In the public discourse the word “Refugee” is currently associated to words such as “marginalization”, “poverty”. Indeed most of refugees are experiencing all of this. Moving away from this perspective in this dissertation I consider refugees as social actors in the European Union system; I have focused on their mobility across countries, namely Italy and Germany, because mobility is a necessary – although unequally accessible – resource in order to build a living. This thesis describes and explains the mechanisms that lie in refugees’ lived experiences of discrimination and marginalization, notably focusing on the legal status of refugees and their mobility, analysing their interaction within the Schengen area. Basing on an ethnographic research, this thesis thus explores and analyses the cross-national mobility of refugees’ within the Schengen area and the living conditions of refugees both in loco and while moving across Turin and Berlin, two cities that are two important knots in the wide spanning web of contacts of refugees who took part in my research.