Das Promotionsprojekt beschäftigt sich damit, wie Flüchtlinge in gesellschaftlichen Diskursen konstruiert werden und wie sich die Diskurse über eine zeitliche Entwicklung hinweg stabil bleiben oder sich verändern. Mithilfe postkolonialer Diskursanalyse soll untersucht werden, welche kollektiven Deutungsmuster und Wissensspeicher es in Deutschland über Flüchtlinge gibt. Die Analyse nimmt in den Blick, wie Flüchtlinge bezeichnet werden, welche Bilder des Eigenen (Deutschland, Europa) und des Fremdem sowie welche Zuschreibungen und othering-Prozesse damit verbunden werden und welche Argumentationsfiguren und Rechtfertigungsstrategien sie beinhalten. Eine zentrale Frage bei der Analyse soll außerdem sein, welche Vorstellungen von Zugehörigkeit deutlich werden und wie Zugehörigkeit ermöglicht oder verwehrt wird.
Nachfolgeprojekt gestartet
Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer
Forced Migration and Refugee Studies: Networking and Knowledge Transfer
Auf „Flucht: Forschung und Transfer“ folgt das Verbundvorhaben „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer (FFVT)“.
Das ebenfalls vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Nachfolgeprojekt hat Anfang dieses Jahres begonnen. Besuchen Sie die neue FFVT-Projekt-Webseite https://ffvt.net
Die Projektdatenbank und die interaktive Karte zur Forschungslandschaft der Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland werden im Rahmen des FFVT-Projekts fortgeführt. Aktuelle Informationen sind ausschließlich über die neue FFVT-Website abrufbar.
Flucht: Forschung und Transfer.
Flüchtlingsforschung in der Bundesrepublik Deutschland
Seit dem Beginn des Anstiegs der Zahl der Asylsuchenden in der Bundesrepublik 2011 ist die Nachfrage nach wissenschaftlicher Expertise in Politik, Administration, Praxis, Medien und Öffentlichkeit kontinuierlich gestiegen. In diesem Kontext ist die fehlende Vernetzung und Bündelung der Forschung zu Fragen von Gewaltmigration, Flüchtlingspolitik und (Re-)Integration von Flüchtlingen ebenso sichtbar geworden wie der geringe Grad an Aufbereitung wissenschaftlicher Herangehensweisen und Einsichten sowie der mangelnde Transfer der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in die politischen und öffentlichen Debatten.
Projekt des Tages
Hier werden täglich wechselnd, zufällig aus der Datenbank ausgewählte Projekte vorgestellt:
Die Konstruktion des Anderen: Diskurse über „Flucht“ und „Flüchtlinge“ in der Bundesrepublik nach 1945
- Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) – Universität Osnabrück Leitung