Aktuelles

„Schaffen wir das?“ – Piqd Podcast

Isabella Bauer und J. Olaf Kleist im Interview mit Katrin Rönicke,

Das Thema Flucht und Zuwanderung ist eines der am meisten diskutierten Streitthemen im aktuellen Bundestagswahlkampf. Sowohl in den TV-Duellen, als auch in der öffentlichen Debatte, wird sich um Abschiebungen, Grenzen und die vermeintliche Kriminalität der Geflüchteten gestritten. Meinungen gibt es nicht zu wenige – aber was sagt eigentlich die Wissenschaft zu all den Forderungen und Ängsten, die gerade die Runde machen?

J. Olaf Kleist ist Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Flüchtlingsforschung und unser Inputgeber für diese Sendung. Sein piq, “Vertreibung, Flucht, Flüchtlingspolitik: Was sagt die Wissenschaft dazu” stellt die Arbeit des Projekts “Flucht: Forschung und Transfer” vor. Zum Beispiel: Was sind Grenzen, wie funktionieren sie und wer entscheidet, wer bleiben darf und wer nicht? Wie funktionieren Abschiebungen?

[…]

Am Ende aber bleibt bei vielen Bürgerinnen und Bürgern vor allem ein Gefühl, das sie in die Arme von Protestparteien treibt: Alles geschieht über unsere Köpfe hinweg. Ob das stimmt und was die Politik tun kann, um dieses Gefühl zu minimieren und Konflikte in den Kommunen konstruktiver zu gestalten, weiß Isabella Bauer. Ihr Thema ist “Konfliktmediation, Kommunikation und kommunale Moderation in Aufnahmeländern“.

 

 

Konflikte im Wohnbereich: Studie über „Unterbringung von Flüchtlingen in deutschen Kommunen“

Interview mit Isabella Bauer im Bayrischen Rundfunk,

Ein Gespräch mit der Friedenswissenschaftlerin Isabella Bauer über Konflikte bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Ihre Publikation „Unterbringung von Flüchtlingen in deutschen Kommunen: Konfliktmediation und lokale Beteiligung“ hat sie im Auftrag des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (Uni Osnabrück) und dem Bonn International Center for Conversation (BICC) erstellt.

Zum Interview von Dagmara Dzierzan für B5 aktuell „Das Interkulturelle Magazin“

Perspektiven der Forschung zum Spannungsfeld von Grenz- und Flüchtlingsschutz, Flucht und Grenzmanagement sowie regionalisierter Grenzpolitik und nationalen Grenzen

Workshop: Grenzen und Flucht, , Osnabrück

Am 06. Juli 2017 setzten sich Wissenschaftler*innen im Rahmen eines eintägigen Workshops mit dem Thema: Grenzen und Flucht – Perspektiven der Forschung zum Spannungsfeld von Grenz- und Flüchtlingsschutz, Flucht und Grenzmanagement sowie regionalisierter Grenzpolitik und nationalen Grenzen auseinander.

(mehr …)

Wie umgehen mit Konflikten um Unterkünfte?

Gastbeitrag für den Mediendienst Integration,

Immer wieder kommt es zu Konflikten mit Anwohnern, wenn eine Flüchtlingsunterkunft entstehen soll. Mit welchen Strategien können Kommunen und ehrenamtliche Initiativen darauf reagieren? Kann man Auseinandersetzungen von vornherein vermeiden? Die Friedenswissenschaftlerin Isabella Bauer fasst im Gastbeitrag für den MEDIENDIENST INTEGRATION den Stand der Forschung zusammen und formuliert Handlungsempfehlungen.

Weitere Informationen

Teilhabe ermöglichen – Konflikte lösen – Bürger informieren

Pressemitteilung: Ein neuer Bericht zeigt die vielfältigen Aufgaben und Strategien von deutschen Kommunen bei der Unterbringung von Flüchtlingen, , Bonn / Osnabrück
Welche Konflikte entstehen bei der Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten? Wie gehen Kommunen mit diesen Konflikten um? Wie verhindern sie ihre Entstehung?
Ein neuer Forschungsbericht von IMIS (Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück) und BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn) zeigt Antworten der Flucht- und Flüchtlingsforschung und Friedens- und Konfliktforschung auf diese Fragen. Zudem gibt er Empfehlungen an Bürgermeister, Integrationsbeauftragte und Sozialarbeiter, wie sie Prinzipien der Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung in die kommunale Flüchtlingsarbeit einbinden, Bürger beteiligen und dabei Teilhabemöglichkeiten für Flüchtlinge schaffen können.

(mehr …)

Geflüchtete und der Zugang zu Bildung

Geflüchtete und der Zugang zu Bildung, , Osnabrück

Eine Veranstaltung der Deutschen Stiftung Friedensforschung in Kooperation mit dem Verbundprojekt „Flucht: Forschung und Transfer“ (FFT), Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück

Gefördert durch:
BMBF

Flucht: Forschung und Transfer.

Flüchtlingsforschung in der Bundesrepublik Deutschland

Seit dem Beginn des Anstiegs der Zahl der Asylsuchenden in der Bundesrepublik 2011 ist die Nachfrage nach wissenschaftlicher Expertise in Politik, Administration, Praxis, Medien und Öffentlichkeit kontinuierlich gestiegen. In diesem Kontext ist die fehlende Vernetzung und Bündelung der Forschung zu Fragen von Gewaltmigration, Flüchtlingspolitik und (Re-)Integration von Flüchtlingen ebenso sichtbar geworden wie der geringe Grad an Aufbereitung wissenschaftlicher Herangehensweisen und Einsichten sowie der mangelnde Transfer der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in die politischen und öffentlichen Debatten.

Projekt des Tages

Hier werden täglich wechselnd, zufällig aus der Datenbank ausgewählte Projekte vorgestellt:

Das Verbot der Kollektivausweisung im Völkerrecht

  • Freie Universität Berlin › Rechtswissenschaften (FU) Leitung

Die Doktorarbeit zielt darauf ab bisher ungelöste Fragen bezüglich des Verbots der Kollektivausweisung im Völkerrecht zu erforschen. Aufgrund aktueller Entwicklungen wie die stark ansteigende Zahl von Geflüchteten und die Reaktionen einiger Staaten hierauf (insbesodere Australien, die USA, Italien, Deutschland) zeigen die herausragende und aktuelle Bedeutung dieses Themas auf.

Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, ob es universelle und einheitliche (gewohnheitsrechtliche) Regeln bezüglich prozessualer Voraussetzungen des Verbots der Kollektivausweisung gibt, welche die Individualrechte Betroffener berücksichtigen. Dieses Ziel soll durch eine Analyse von Staatenpraxis, opinio iuris und nationaler sowie internationaler Rechtsprechung erreicht werden.

Weiterhin soll das Spannungsfeld zwischen Staatensouveränität auf der einen Seite und Individualrechte von Geflücheten auf der anderen untersucht werden. Diesbezüglich soll untersucht werden ob die extraterritoriale Anwendbarkeit des Verbots der Kollektivausweisung Völkergewhohnheitsrecht darstellt. Die Arbeit legt einen besonderen Fokus auf die aktuelle Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte wie zum Beispiel die Fälle Hirsi und Khlaifia, sowie auf die Arbeit der Völkerrechtskommission.