Ziel der Studie ist es, mehr über die Proteste der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“(Pegida) herauszufinden. Seit Oktober 2014 hatten sich in Dresden immer mehr Menschen unter diesemsperrigen Motto versammelt. Mit den Protesten wuchs auch die Kritik an den völkischen undrassistischen Deutungsmustern, die dort Raum griffen. Wer sind die Demonstrierenden? Wastreibt sie auf die Straße? Wie verbreitet sind die Ressentiments, die in Reden, Sprechchörenund auf Transparenten hör- und sichtbar waren? Um diese Fragen zu beantworten, kombiniert die Studie zwei sozialwissenschaftliche Methoden: Zum einen beobachtet sie das Geschehen systematisch: Welche Plakate und Symbole wurdenbei der Auftaktkundgebung und dem anschließenden Protestmarsch mitgeführt? WelcheSprechchöre waren zu hören? Was war in den Reden zu hören und wie reagierte das Publikum? Zum anderen wird mit der Verteilung von Handzetteln während des Demonstrationsmarsches eine Online-Umfrage durchgeführt.
Nachfolgeprojekt gestartet
Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer
Forced Migration and Refugee Studies: Networking and Knowledge Transfer
Auf „Flucht: Forschung und Transfer“ folgt das Verbundvorhaben „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer (FFVT)“.
Das ebenfalls vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Nachfolgeprojekt hat Anfang dieses Jahres begonnen. Besuchen Sie die neue FFVT-Projekt-Webseite https://ffvt.net
Die Projektdatenbank und die interaktive Karte zur Forschungslandschaft der Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland werden im Rahmen des FFVT-Projekts fortgeführt. Aktuelle Informationen sind ausschließlich über die neue FFVT-Website abrufbar.
Flucht: Forschung und Transfer.
Flüchtlingsforschung in der Bundesrepublik Deutschland
Seit dem Beginn des Anstiegs der Zahl der Asylsuchenden in der Bundesrepublik 2011 ist die Nachfrage nach wissenschaftlicher Expertise in Politik, Administration, Praxis, Medien und Öffentlichkeit kontinuierlich gestiegen. In diesem Kontext ist die fehlende Vernetzung und Bündelung der Forschung zu Fragen von Gewaltmigration, Flüchtlingspolitik und (Re-)Integration von Flüchtlingen ebenso sichtbar geworden wie der geringe Grad an Aufbereitung wissenschaftlicher Herangehensweisen und Einsichten sowie der mangelnde Transfer der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in die politischen und öffentlichen Debatten.
Projekt des Tages
Hier werden täglich wechselnd, zufällig aus der Datenbank ausgewählte Projekte vorgestellt:
Studie PEGIDA-Demonstration 2015
- Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) – Technische Universität Berlin Leitung
- Institut für Protest- und Bewegungsforschung (ipb) Kooperationspartner
- Institut für Soziologie – Freie Universität Berlin Kooperationspartner