648 Forschungsprojekte insgesamt
Gefördert durch:
BMBF

Nachfolgeprojekt gestartet

FFVT

Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer

Forced Migration and Refugee Studies: Networking and Knowledge Transfer

Auf „Flucht: Forschung und Transfer“ folgt das Verbundvorhaben „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer (FFVT)“.

Das ebenfalls vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Nachfolgeprojekt hat Anfang dieses Jahres begonnen. Besuchen Sie die neue FFVT-Projekt-Webseite https://ffvt.net

Die Projektdatenbank und die interaktive Karte zur Forschungslandschaft der Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland werden im Rahmen des FFVT-Projekts fortgeführt. Aktuelle Informationen sind ausschließlich über die neue FFVT-Website abrufbar.

Flucht: Forschung und Transfer.

Flüchtlingsforschung in der Bundesrepublik Deutschland

Seit dem Beginn des Anstiegs der Zahl der Asylsuchenden in der Bundesrepublik 2011 ist die Nachfrage nach wissenschaftlicher Expertise in Politik, Administration, Praxis, Medien und Öffentlichkeit kontinuierlich gestiegen. In diesem Kontext ist die fehlende Vernetzung und Bündelung der Forschung zu Fragen von Gewaltmigration, Flüchtlingspolitik und (Re-)Integration von Flüchtlingen ebenso sichtbar geworden wie der geringe Grad an Aufbereitung wissenschaftlicher Herangehensweisen und Einsichten sowie der mangelnde Transfer der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in die politischen und öffentlichen Debatten.

Projekt des Tages

Hier werden täglich wechselnd, zufällig aus der Datenbank ausgewählte Projekte vorgestellt:

Fluchtpunkt Film. Integrationen von Flüchtlingen und Vertriebenen durch den deutschen Nachkriegsfilm 1945-1990

  • Institut für Zeitgeschichte Leitung

Die Dissertation aus dem Bereich der Medien- und Zeitgeschichte befragt fiktionale Filmproduktionen beider deutscher Staaten sowie der Besatzungszonen nach 1945 nach ihrem Beitrag für den jeweiligen gesellschaftspolitischen Diskurs über die deutschen Flüchtlinge, Vertriebenen und Umsiedler.

Im Rahmen des Projekts wurde eine Filmografie von 75 Titeln erhoben, die als „Filme über ‚Flucht und Vertreibung‘“ definiert werden. Zehn besonders zuschauerstarke Produktionen werden in Einzelstudien ausführlich untersucht, jeweils im Kontext der Drehbücher, Rezensionen, Korrespondenzen der Produktionsbeteiligten und vieler weiterer archivalischer Quellen.

Das Ergebnis der Studie lautet, dass populäre, zuschauerstarke Filme die Mehrheitsgesellschaften in DDR und Bundesrepublik langfristig an das äußerst kontroverse Thema „Flucht und Vertreibung“ gewöhnten und konsensfähige Deutungen aushandelten, weshalb sich sagen lässt: Filme integrierten die Flüchtlinge, Vertriebenen und Umsiedler.

Erfolgreiche Verteidigung der Dissertation am 08.10.2015, Gesamtnote: summa cum laude.