Professionelles Lehrerhandeln zur Berücksichtigung sprachlicher Heterogenität und Mehrsprachigkeit bedeutet, im Unterricht fachliche und sprachliche Lehr-Lerenprozesse zugleich zu ermöglichen. Im Handlungsschwerpunkt 2 von ProfaLe soll daher untersucht werden, über welche Kompetenzen zur Gestaltung von Lehr-Lern-Gelegenheiten Studierende verfügen, die gemeinsames sprachliches und fachliches Lernen ermöglichen, und wie man Lehramtsstudierende explizit und wirksam in die Lage versetzen kann, sprachlich-kulturelle Heterogenität als Herausforderung und Chance zur Förderung von Bildungsprozessen wahrzunehmen. Es sollen die bestehenden Lehrangebote, insbesondere jene zum Thema „Deutsch als Zweitsprache/Mehrsprachigkeit“, in den schulpraktischen Studien im Masterstudiengang weiterentwickelt werden. Im Sinne einer „inklusiven sprachlichen Bildung“ werden Aspekte zur Gestaltung des Fachunterrichts entwickelt, die die sprachlich-kulturelle Heterogenität berücksichtigen (z.B. die Rolle unterschiedlicher sprachlicher Register für fachliche Lehr- und Lernprozesse, das Konzept Bildungssprache als theoretische Basis für die Analyse von Lehr-Lernprozessen). Dabei werden die Fachdidaktiken Biologie (Prof. Dr. Ulrich Gebhard), Mathematik (Prof. Dr. Gabriele Kaiser), Physik (Prof. Dr. Dietmar Höttecke) und Sachunterricht (Prof. Dr. Kerstin Michalik) mit der Interkulturellen Bildung (Prof. Dr. Drorit Lengyel und der Germanistik (Prof. Dr. Kristin Bühring) kooperieren.
Nachfolgeprojekt gestartet
Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer
Forced Migration and Refugee Studies: Networking and Knowledge Transfer
Auf „Flucht: Forschung und Transfer“ folgt das Verbundvorhaben „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer (FFVT)“.
Das ebenfalls vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Nachfolgeprojekt hat Anfang dieses Jahres begonnen. Besuchen Sie die neue FFVT-Projekt-Webseite https://ffvt.net
Die Projektdatenbank und die interaktive Karte zur Forschungslandschaft der Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland werden im Rahmen des FFVT-Projekts fortgeführt. Aktuelle Informationen sind ausschließlich über die neue FFVT-Website abrufbar.
Flucht: Forschung und Transfer.
Flüchtlingsforschung in der Bundesrepublik Deutschland
Seit dem Beginn des Anstiegs der Zahl der Asylsuchenden in der Bundesrepublik 2011 ist die Nachfrage nach wissenschaftlicher Expertise in Politik, Administration, Praxis, Medien und Öffentlichkeit kontinuierlich gestiegen. In diesem Kontext ist die fehlende Vernetzung und Bündelung der Forschung zu Fragen von Gewaltmigration, Flüchtlingspolitik und (Re-)Integration von Flüchtlingen ebenso sichtbar geworden wie der geringe Grad an Aufbereitung wissenschaftlicher Herangehensweisen und Einsichten sowie der mangelnde Transfer der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in die politischen und öffentlichen Debatten.
Projekt des Tages
Hier werden täglich wechselnd, zufällig aus der Datenbank ausgewählte Projekte vorgestellt:
Professionelles Lehrerhandeln zur Förderung fachlichen Lernens unter sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen (ProfaLe)
- Fakultät für Erziehungswissenschaften (UHH) – Universität Hamburg Leitung