HUMAN (Heimat für Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge, Arbeit und Neuanfang)


Projektart Drittmittelprojekt
Finanzierung
Themen
  • Aufnahme und Integration
  • Flüchtlingspolitik
  • sonstiges
Disziplinen
  • Erziehungswissenschaften
  • Psychologie
  • Soziologie
Projektwebseite www.fh-dortmund.de
Laufzeit 08/2016 ‒ 07/2018
Geographischer Fokus
  • Deutschland
    • Nordrhein-Westfalen
Institutionen
Beteiligte Personen
  • Silke Remiorz
    • Bearbeitung
  • Prof. Dr. Katja Nowacki
    • Leitung
Kurzbeschreibung

Kinder und Jugendliche, die ohne ihre Familien aus ihren Herkunftsländern fliehen müssen sind besonderen Risiken und Belastungen ausgesetzt und bedürfen Schutzmaßnahmen der aufnehmenden Mehrheitsgesellschaft. In Deutschland werden die minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge (UMF) von den kommunalen Jugendämtern in Obhut genommen und bekommen einen gesetzlichen Vormund. Die Unterbringung erfolgt im Rahmen der Hilfen zur Erziehung nach §§ 27 ff. Sozialgesetzbuch VIII, häufig in Einrichtungen der stationären Erziehungshilfe. Nach dem Flüchtlingsstrom Ende 2015 wurde dies zu einer großen Herausforderung der kommunalen und freien Träger der Jugendhilfe, da viele stationäre Plätze neu geschaffen werden mussten. Auch die Notwendigkeiten der Unterstützung für die Kinder und Jugendlichen mussten den Bedarfen der UMF angepasst werden, z.B. in Richtung Sprachförderung und Berücksichtigung von traumatischen Vorerfahrungen durch Erlebnisse in den Heimatländern und während der Flucht. Mit Hilfe des vorliegenden Praxisforschungsprojektes der Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften in Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe FLOW gGmbH Bottrop und der Unterstützung der kommunalen Jugendämter der Städte Bottrop, Essen, Herten und Witten sollen Lebensverläufe von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, konkret bei FLOW erfasst und begleitet werden. Hierbei stehen insbesondere ihre speziellen Bedürfnisse nach der Flucht aus dem Herkunftsland und die Trennung von der Familie im Vordergrund. Neue Beziehungsangebote, sowie die Entwicklung von Bildungsperspektiven in Schule und Ausbildung sollen zu einer Perspektiventwicklung der Jugendlichen beitragen. Hintergrund der Bemühungen soll die Ermöglichung einer Integration in die Mehrheitsgesellschaft sein. Methodisch werden insbesondere die Jugendlichen selber befragt mit Hilfe leitfadengestützter Interviews und standardisierter Fragebögen. Ergänzend werden auch Expert_inneninterviews mit Fachkräften der Erziehungshilfe durchgeführt. Mit Hilfe von Workshops mit Vertreter_innen aller Beteiligten wird dem transdisziplinären Forschungsansatz Rechnung getragen. Die Ergebnisse sollen der Weiterentwicklung von Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe, aber auch der Betreuung durch die kommunalen Jugendämter dienen und einer interessierten (Fach-)öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

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