Hintergrund des Fördervorhabens
Jeder Vierte unter 25 Jahren in Deutschland hat einen Migrationshintergrund, aber nur etwa jeder neun- te Studierende stammt aus einer Einwandererfamilie. Unterschiede bestehen ebenfalls in den Studienabbruchquoten mit 41% bei Bildungsinländern mit Migrationshintergrund und gegenüber Herkunftsdeutschen mit 25%. Zugleich stellt die rasch wachsende Zahl von Flüchtlingen auch das Hochschulsystem in NRW vor neuen Herausforderungen. Dennoch schaffen es immer mehr Migranten, mit einem erfolgreichen Schulabschluss ihre Ausbildung an einer Hochschule fortzusetzen. Dabei überlappen sich in der Einwanderungsgesellschaft in der sozialen Herkunft begründete und originär migrationsbedingte Hindernisse beim Zugang zur Hochschulbildung.
Vorgehen und Ziel
Anhand von Sekundärdatenerhebung, standardisierten und problemzentrierten Interviews werden Daten ermittelt, um das Hochschulzugangspotential zu erheben, interkulturelle Angebote in den Hochschulstrukturen und Bildungsangebote in Migrantenorganisationen zu erfassen. Die ZfTI-Studie soll genaueren Aufschluss über die Gelingensbedingungen von Hochschulbildung für Einwanderer geben und dabei auch Faktoren wie die Rolle von Lehrern und Fördermaßnahmen berücksichtigen. Anhand von Interviews mit Studierenden aus unterschiedlichen Herkunftsländern sowie der Analyse bestehender Maßnahmen an Hochschulen und von Migrantenorganisationen sollen Potenziale ermittelt, und bestehen- de Absätze auf ihre Wirksamkeit hin untersucht werden. Zudem soll der Frage nachgegangen werden, welche Maßnahmen geboten sind, Zugangshürden zu adressieren. Gleichzeitig gilt es, Erfolgsfaktoren zu ermitteln, die trotz dieser Hürden einen Hochschulzugang- und Abschluss möglich machen.